Erhalten Sie mit diesen zwölf Fragen eine Einschätzung der Fontanforderungen Ihrer Kundinnen und Kunden.

Sie würden sicherlich keine Dinnerparty geben, ohne zu wissen, ob alle wichtigen Zutaten im Haus sind und wie viele Gäste kommen werden, oder? Klar, es geht auch spontan, aber dann besteht das Risiko, dass die wichtigste Zutat für den Pizzateig fehlt oder nach einer Stunde das Bier ausgeht. 

In ähnlicher Weise kann es für Designteams verlockend sein, sich spontan in die Arbeit für eine Marke zu stürzen. Strategen wählen jedoch einen anderen Ansatz: Zunächst ist es wichtig, eine Marke auf der praktischen Ebene zu verstehen. Wenn Sie wissen, welche Zutaten im Angebot sind (die Produkte und Dienstleistungen) und welche Gäste zu erwarten sind (die Zielgruppe), und wenn Sie eine Vorstellung von den wegweisenden Themen Ihrer Marke haben, wird Ihre Agentur in einen kreativen Fluss kommen. Niemand soll seine Partylaune verlieren. 

Für Agenturen wie für interne Teams ist es entscheidend, dass die Kreation, die Produktion und das Projektmanagement eine genaue Vorstellung von den Bedürfnissen eines Auftraggebers haben – auch und ganz besonders dann, wenn der Auftraggeber diese selbst nicht kennt. Die Schrift ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Bedarfsplanung. Und jeder Auftraggeber hat andere Bedürfnisse.  

Im Folgenden finden Sie 12 Fragen, die Sie Ihren Kunden bei der Auftragsvergabe stellen können, um eine bessere Vorstellung von deren Font-Nutzung zu bekommen. So erfährt Ihr Designteam nicht nur, was es auf lange Sicht zu erwarten hat, sondern Sie werden ganz nebenbei auch zum Font-Profi. Also, legen wir los! 

Fragen 1 und 2: Markenimage  

  1. Welche Art von Außenwahrnehmung strebt Ihre Marke an?  

  2. Was möchten Sie mit Ihrer Marke in Zukunft kommunizieren?  

Mit dieser Art von übergreifenden Fragen lässt sich herausfinden, was die von Ihnen betreute Marke zur Marke macht. Wie kommuniziert sie? Wie möchte sie wahrgenommen werden?  

Es ist wichtig zu wissen, dass diese Art des Eintauchens in den Markenkern meist das Ergebnis einer Reihe von Gesprächen ist und nicht über Nacht geschieht. Es braucht Zeit, um die Seele einer Marke zu verstehen. Aber eine solche Vorbereitung kann einen genialen, kreativen Schachzug hervorbringen. Genau das ist der Grund, warum wir im Branding-Geschäft tätig sind.  

Fragen 3 bis 7: Zur Sache kommen  

  1. Welche Schriften werden derzeit in Ihrem Branding-System verwendet?  

  1. Wie stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Schriftbibliothek auf dem neuesten Stand halten? Haben Sie die richtige Lizenz für alle Touchpoints (Web, App, Social, Print) in allen Ländern?  

  1. Wie werden Sie sicherstellen, dass alle Filialen und Agenturen die richtigen Fonts verwenden?

  1. Hat Ihr internes Marketingteam Zugang zu allen relevanten Schriften? 

  1. Nutzt Ihre Marke Apps, andere Websites, Microsites oder saisonale Werbeaktionen, und wie sind die Page Views in diesen Kanälen? 

Die Antworten auf diese Fragen herauszuarbeiten, ist ein umfangreiches Unterfangen, das sich aber lohnt. Es kann einige Mühe kosten, zu erfahren, wie die internen Teams einer Marke Fonts verwenden, wo sie gespeichert sind, wer Zugriff darauf hat, wie und wann die Schriften aktualisiert werden und wie sichergestellt wird, dass die Schriften korrekt lizenziert sind. Betrachten Sie diese Fragen als wesentlichen Bestandteil für das Verständnis der Marke, mit der Sie zusammenarbeiten, um deren geschäftliche und kreative Aufgaben besser verstehen und abbilden zu können. 

Frage 8: Analyse 

8. Wie viele Aufrufe verbucht Ihre Website? Gemeint sind hier nicht allein die Unique Page Views, sondern die Gesamtaufrufe. Wenn eine Marke Apps, Microsites und andere Arten von Medien nutzt, sollten auch die Aufrufe dort berücksichtigt werden.

Analysefragen dieser Art sind wichtig, um die passende Lizenz für die Marke zu finden und zu kalkulieren. Dabei geht es nicht nur um die Aufrufe der Website. Auch alle Apps, zugehörigen Websites, Microsites und digitalen Medien zählen hinzu. Es kann auch nützlich sein, in Erfahrung zu bringen, welche Pläne die Marke für die Zukunft hat.

Fragen 9 bis 11: Globale Ausrichtung  

  1. In welchen Ländern haben Sie Standorte?  

  2. In wie vielen Ländern werden Sie schriftlich kommunizieren? 

  3. Mit wie vielen weiteren Agenturen, die Ihre Fonts kennen müssen, arbeiten Sie weltweit zusammen?

Dies ist ein weiterer wichtiger Fragenkomplex, sowohl für die Lizenzierung als auch für die Sprachanforderungen. Denn wenn eine Marke zum Beispiel in Regionen der Welt aktiv ist, deren Sprachen nicht mit dem lateinischen Alphabet geschrieben werden, dann ist es wichtig, entsprechende Schriften zu wählen. Ein weiterer wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang ist die Frage, ob eine Marke Zugang zu den vollständigen Zeichensätzen für die von ihr benötigten Sprachen hat. Nur so kann ein kohärentes Branding entwickelt werden. Ist das nicht der Fall, schwächt es die Marke.  

Frage 12: Onboarding 

12. Wie einfach ist es für Sie, neue Designer einzustellen und ihnen Zugang zu den richtigen Schriften zu geben?  

Wenn das Onboarding neuer Mitarbeiter ein Grund für Ineffizienz ist, dann muss sich dringend etwas ändern. Kein Designer möchte eine „Schrift fehlt!“-Fehlermeldung sehen. Solche Störungen verlangsamen die Arbeit und haben Auswirkungen auf die gesamte Agentur (Finanzen, Legal, Admin usw.). Vor allem bringen sie die fristgerechte Abgabe an den Kunden in Gefahr. 

Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen  

Es ist eine langwierige, aber lohnende Aufgabe, den Schriftbedarf eines Auftraggebers zu ermitteln. Wahrscheinlich gibt es im Unternehmen wenig Wissen darüber, wie die genutzten Fonts verwaltet werden. Oder man nutzt ein System, das verbessert und teamübergreifend organisiert werden sollte. Zeit in diesen Prozess zu investieren, hilft nicht nur Ihnen und Ihren Kunden, die Ziele eines Projekts zu verstehen, sondern schafft auch Vertrauen und einen Dialog, der zur Grundlage einer soliden Arbeitsbeziehung wird. 

Agenturen haben hier die Möglichkeit zu glänzen. Marken beim Erreichen einer visuellen Konsistenz und einem besseren Verständnis des Themas Schrift zu helfen, macht sie effizient und zukunftssicher. So wie ein gut sortierter Kühlschrank, ein beschriftetes Gewürzregal oder die Gästeliste einem Koch dabei helfen, das Essen für die Dinnerparty bestmöglich vorzubereiten und die Gäste glücklich zu machen.  

Darauf sollten wir anstoßen!  

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